ppm messen - wie?

Keine Angst, als Anwender muss du dich beim Produzieren nicht unbedingt mit solchen Tabellen rumschlagen, den erstens gibt es Geräte, die das für dich vollautomatisch berechnen, wenn du dafür über 150€ locker machen willst,  und für meine einfachen Bastelgeräte biete ich Zeitrichtlinien an, um eine Lösung von 5-20 ppm (auf 2-5ppm genau) hinzukriegen. Aber zu wissen, wie man ppm wirklich misst, damit man nicht irgendwelchen Aussagen auf den Leim geht, schadet nichts. Und viele wollen gern mal so einen Messtest machen.

Siehe meine Videos dazu: https://www.youtube.com/watch?v=LBvICHRYlAQ&list=PLq2cZ6P09k65p0jSGaLk3al90PW5q6Sci

  1.  Lösung jedesmal ins Labor schicken: kommt nicht in Frage
  2.  Elektroden vor und nach dem Prozess wägen auf 0.01mg genau. Wer hat schon so eine teure Waage? Wenn ja, dann die beste Methode.
  3. beim hvac (Hochvolt) Verfahren: Eletrodenlängen Abnützung messen, nach z.B. 3 Litern Produktion. Dann kann man eine Volumen - Gewichtsrechnung machen
  4.  ppm Berechnen anhand der Strommenge/Zeit aufgrund der Farradayschen Gesetze: machbar und günstig, bei Silber.

Für alle elektrolytischen Herstellungsmethoden von Kolloiden gelten die farradayschen Gesetze der Elektrolyse. Anhand derer kann man für die einzelnen Metalle Tabellen machen, wieviel ppm pro Stunde pro Liter hergestellt werden, wesentlich dabei ist die geflossene Strommenge in mAmp. Wenn man die weiss, kann man anhand der molaren Masse der jeweiligen Metalle ausrechnen, wieviel ppm sich in gegebener Zeit lösen.

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Dabei gilt:

ppm (parts per million) = mg/L  (Milligram pro Liter).

Achtung, die ppm Angaben sind also nie eine Angabe über die Anzahl (und damit der Grösse) der Teilchen, sondern das Gewicht, im Verhältnis zur Flüssigkeit, worin sie gelöst werden!

Deshalb sagen ppm Werte noch nichts aus über die Qualität eines Kolloids, da gilt, je kleiner desto besser, bzw. desto wirksamer.

Aber Achtung, Methode 4 scheint für Silber brauchbar zu sein, aber nicht für Metalle wie Gold oder Platin.

Der Mangel der Berechnung der ppm anhand der Strommenge scheint zu sein, dass nicht nur die Metalle Elektroden sind, sondern auch das Wasser, und ein Grossteil des Stromes bei Metallen wie Platin oder Gold nicht für die Metallelektrolyse, sondern für die Hydrolyse in H und O2 verbraucht wird.

Beim Silber, Zinn oder Zink geht die Elektrolyse so schnell, dass der Anteil, der von der Hydrolyse verbraucht wird, verhältnismässig gering ist, so dass die Tabellen einigermassen exakte Werte liefern können.

Forscher Teuteberg stellt auf seiner sehr informativen Seite Tabellen zum Download zur Verfügung.

http://www.kolloidal-silber.de/koll_silber_generator_ppm_tabelle.htm

siehe auch unten.

Ich habe diese Theorien und Gesetze der Elektrolyse nur oberflächlich studiert, kann also nicht ausschliessen, etwas übersehen zu haben. Erst tagelange Strommessungen mit Gold- und Platinelektroden liessen mich zur Überzeugung kommen, dass die Tabellen für Gold und Platin nicht anwendbar sind, weil speziell beim Platin auch nach 48h. kaum eine Konzentration feststellbar war.

Wir gehen bei diesen Tabellen also von einer Strommenge von 5 mAmp während einer Stunde aus.
Daraus kann man mit einem Dreisatz für andere Strommengen, oder andere Menge des Wasser oder andere Zeit, die jeweiligen Werte bestimmen.

Daraus ergibt sich z.B: 5mAmp produzieren in 200ml dest. Waser 100ppm koll. Silber.

Die Strommenge misst man mit einem Multimeter: Multimeter günstig hier kaufen!

Zuerst Tabelle für kolloidales Silber:

Tabelle für diverse Metalle. (Die molare Masse und Ladungszahl machen den Unterschied aus).

Aber ich rate zur Vorsicht, speziell mit diesen Zahlen, wie oben erwähnt, scheint bei Metallen wie Gold und Platin, dass das produzierte Ergebnis in keiner Weise mit den Berechnungen anhand der gemessenen Strommenge übereinstimmen kann, und meine Erklärung dafür ist bisher, dass die Hydrolyse einen Grossteil des Stromes verbraucht. Die Erklärung muss vielleicht später angepasst werden.