Ionen oder Partikel

Eine alte Streitfrage macht scheinbar kolloidales Silber für Anwender schwieriger, als es sein muss.

Jedoch hat jede Lösung, egal mit welcher Methode hergestellt, sowohl Ionen (elektrisch geladene Atome oder Moleküle) und nicht geladene Teilchen.

Deshalb ist die Diskussion, ob nun die Ionen oder die Teilchen wirken, müssig und fast überflüssig. Aus Teilchen können Ionen werden und Umgekehrt. Wichtiger ist wenn schon die Frage, wie gross die Teilchen und Ionen sind. Je kleiner, desto wirksamer, was aber nicht unbedingt auch in jedem Fall besser ist. Kleine Nanopartikel können ungehindert in Zellen Eindringen. Dies mag ev. erwünscht sein, aber ist auch mit Vorsicht zu geniessen.

Es folgt ein Zitat eines anderen Bloggers, dem ich auch mit meiner langjährigen Erfahrung zustimmen kann:

http://www.kolloidales-silber-wasser.de/kolloidales-silber-worum-es-eigentlich-geht/streitfrage-kolloidales-silber-ionen-contra-partikel/

Bevor Ihr streitet, klärt die Begriffe
Konfuzius

An der Frage, was denn nun eigentlich wirkt, Ionen oder Partikel, scheinen sich die Geister zu scheiden. Die katastrophalen Beschreibungen im Internet zeigen, daß die meisten nicht im Geringsten wissen, worum es hier geht.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Kolloidales Silber kann nur über die Freisetzung von Ionen wirken! Partikel (Kolloide) können lediglich Ionen freisetzen (s.u.).

Aussagen wie “Echtes Colloidales Silber! Enthält keine Silber-Ionen!” sind schlicht falsch und zeigen, wie wenig man sich um Wissen bemüht. Wir können es nur immer wiederholen: Ohne Ionen gibt es keine Wirkung!


Begriffe:
Ion = ein elektrisch geladenes Atom oder Molekül. Es enthält mindestens einen positiv geladenen Atomkern. Dessen oder deren Ladung entspricht der Zahl der enthaltenen Protonen. Daneben kann ein Ion Elektronen enthalten. Die nach außen wirksame, beobachtbare Ladung des Ions entsteht durch die unterschiedlichen Anzahlen von Protonen und Elektronen. Ionen sind durch Elektronenmangel positiv, oder durch Elektronenüberschuss negativ geladen. (chemie.de). Sie werden aus Atomen durch Elektronaufnahme oder -abgabe gebildet.
Partikel = Teilchen
Kolloid = Teilchen (s. Partikel) in einem Dispersionsmittel. Das einzelne Kolloid ist typischerweise zwischen 1 nm und 10 µm groß. Es ist nahezu ladungsfrei (neutral). In der Regel handelt es sich um Feststoff-Wasser-Gemische (Dispersion).

"Die gesamte Kolloidforschung führt nicht zu einer einheitlichen definitiven Abgrenzung. Die herrschende Lehre hat sehr viele Probleme mit diesen kolloidalen Dispersionen. [...] Das gesamte Thema der Kolloide ist ein Fall für Experten; selbst Physiker im herkömmlichen Sinne haben nicht die Möglichkeit zu einwandfreien Begriffen zu kommen (Hacheney).

Wie soll es denn dann der Laie schaffen?
Nun, wenn selbst die Wissenschaft keine klaren Vorstellungen findet, dann sollten wir uns den inzwischen reichhaltigen und jahrelangen Erfahrungen zuwenden und diese mit den bekannten Fakten in Einklang bringen.
Zählen wir einfach einmal die bekannten Fakten auf:

Anwendung von Silberionen

Alle bisherigen antimikrobiellen Anwendungen von Silber, sei es in der Industrie oder der Medizin, beruhen eindeutig auf der Wirkung von Silber-Ionen!

Es ist uns keine einzige Anwendung bekannt, die durch Partikel (Kolloide) wirkt!

Siehe auch: “Was wissen Sie über kolloidales Silber?” oder suchen Sie “Silber-Ionen” bei Google.

Stetige Ionen-Abgabe von Silber

In wäßriger Umgebung gibt Silber stets Ionen ab. Ob nun Silber-Blech, -Draht, oder -Partikel – das spielt dabei keine Rolle.
Über die Menge der abgegebenen Ionen entscheidet dabei die Größe der gesamten Oberfläche des Silbers (die sich aus Partikelgröße und Partikelanzahl errechnet).

Das bedeutet:
Es gibt keine Silber-Dispersion ohne Ionen!

Das bedeutet weiter:
Je kleiner die Teilchen, umso größer ist die gesamte (innere) Oberfläche – umso mehr Ionen werden abgegeben – umso stärker ist die Wirkung!

Hat nun aus diesem Grund kolloidales Silber mit kleinen Partikeln eine bessere Wirkung?
Es scheint nun so, als ob diejenigen Recht behalten, die mit den kleinsten Partikelgrößen ihre Produkte bewerben. Doch auch hier sieht die Praxis ganz anders aus:

  • Kleinste Partikel existieren nur in der ganz frischen Dispersion
  • Sind die Partikel zu klein, werden wiederum weniger Ionen abgegeben
  • Kontinuierliche Größenänderungen (Van-der-Waals-Kräfte) machen eine Größenbestimmung nahezu unmöglich
  • Niemals ist nur eine Partikelgröße vorhanden, sondern immer ein “Gemisch”
  • Durch eine optimale Mischung werden Ionen kontinuierlicher abgegeben

Eine Größenangabe kann also nur einen augenblicklichen ungefähren Wert darstellen.
Die Erfahrungen bestätigen, daß Silber-Dispersionen mit einem optimalen Größenverhältnis der Partikel die beste Wirkung zeigen.

Echtes kolloidales Silber?

Rein theoretisch enthält ein Kolloid zwar keine Ionen, da aber, wie bereits erwähnt, Silber immer Ionen in wäßriger Umgebung löst, kann es auch nur eine Feststellung geben: Kolloidales Silber ohne Ionen gibt es nicht!
Anders lautende Erklärungen und Bezeichnungen wie zum Beispiel “Echtes kolloidales Silber“, “ohne schädliche Ionen“, “giftige Ionen-Brühe” und dergleichen dienen rein kommerziellen Zwecken und entsprechen nicht den Tatsachen und schon gar nicht den Erfahrungen.

Der Umstand, daß bisweilen Silberpulver (Argentum colloidale) in Apotheken erhältlich ist, hat wohl zu der irrtümlichen Annahme geführt, daß durch bloßes Vermischen mit Wasser ein “ionenfreies” kolloidales Silber hergestellt werden kann. Doch auch dieser “Silberschlamm” enthält durch besagte Vorgänge Ionen, jedoch entschieden zu wenig, um eine ausreichende Wirkung zu erziehlen. Hinzu kommt, daß es sich um sehr große Partikel handelt und häufig ein Versatz mit Kasein stattfindet.
Aus diesen Gründen sind mitunter Konzentrationen von 500 ppm (!) und mehr zu finden.
Ob diese Verfahrensweisen mangels Fachwissen praktiziert werden oder ob dies eine bewußte Täuschung und Gefährdung (durch zu große Partikel und Verunreinigung durch Kasein) der Käufer darstellt, vermögen wir hier nicht zu beurteilen. Wir können nur den Rat geben, alle Angebote genauestens zu prüfen.

Schlußfolgerung
Kolloidales Silber entfaltet erfahrungsgemäß die beste Wirkung, wenn es auf elektrolytischem Wege mit einem hohen Anteil an (positiv geladenen) Ionen hergestellt wird. Begünstigend wirkt dabei ein optimales Verhältnis der Partikelgrößen im unteren Nano-Bereich.
Kolloidales Silber ohne Ionen ist praktisch nicht möglich und hätte auch keinerlei Wirkung!...."